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Vi ni do gan - Das Kind wird leben

         Der Name ist das Programm der Station

Vor mehr als zwanzig Jahren wurde das „Centrum de Nutrition“ in Possotome, in Benin / Westafrika gegründet. Ziel war es, die Menschen in der Umgebung darin zu unterrichten, wie sie sich und besonders ihre Kinder besser und gesünder ernähren könnem. Dazu wurde, neben den Schulungsräumen auch ein Ausbildungsgarten angelegt, in dem Pflanzen angebaut wurden, die für eine ausgewogene und gesunde Ernährung wichtig sind. Die Menschen solllten hier den Anbau und die Verwendung der Pflanzen erlernen. Da es zu dem Zeitpunkt (und leider auch heute noch) viele gab, die nicht ausreichend ausgebildet sind, ist dies eine wichtige Aufgabe. Sehr schnell zeigte sich, wie dringend notwendig diese Station ist. Von vielen Menschen wurde der Sinn und Zweck der Staton falsch interpretiert und es kamen reichlich Mütter und Angehörige mit unterernährten Kindern, in der Hoffnung, hier Hilfe in Form von Medikamenten und Lebensmitteln zu bekommen. So wurde aus der Beratung mehr und mehr eine Erste-Hilfe-, Regenerations- und Genesungsstation. Nachdem die Finanzierung für diese Form des Projektes nicht zur Verfügung stand, war das Ende dieses Zentrums absehbar. Die Frauen, die dort bisher gearbeitet hatten, wollten jedoch nicht die wenige Hoffnung der Hilfesuchenden zerstören und machten ehrenamtlich und zum Teil mit ihren eigenen, bescheidenen Mitteln weiter. Im Jahr 2009 wurde der Verein „Chance für Benin“ gegründet, um dieses Zentrum mit Spenden zu unterstützen. Seit 2014 nennt sich die Station nun VINIDOGAN und war bereits für weit mehr als tausend  Neugeborene, Säuglinge, Kleinkinder, Waisen- und Halbwaisen die oft lebensrettende Anlaufstelle . Hier werden die Kinder oft ohne die bei uns vorhandene technische Ausstattung gerettet. Oft müssen Neugeborene, deren Mütter verstarben, rund um die Uhr versorgt und mit der Pipette tröpfchenweise ernährt werden. Viele Kinder bleiben in der Station, bis sie mit normalen Lebensmitteln ernährt werden können. Auch heute noch arbeiten die Frauen ohne regulären Lohn. Babymilchpulver ist nur in grösseren Städten verfügbar und für viele nicht bezahlbar. (Der Preis einer Dose überschreitet häufig das Einkommen einer Woche). Für die Kinder, für die eine Rückkehr in eine Familie nicht möglich oder sinnvoll erscheint, werden Ersatzfamilien gesucht. Wir vermitteln Patenschaften, um den Pflegefamilien die Kosten des zusätzlichen Kindes zu verringern, den Kindern den Besuch der Schule (auch Vorschule) zu ermöglichen. Um den Jugendlichen eine Perspektive zu geben und die Chance auf ein eigenständiges Leben, finanzieren wir die Kosten ihrer Ausbildung vor. Ein Anteil der Ausbildungskosten wird nur als Darlehen gewährt, um so vielen diese Möglichkeit geben zu können. Im Zentrum VINIDOGAN werden die Kinder nicht nur versorgt, sondern auch liebevoll betreut. Seit 2019 gibt es eine kleine Leihbücherei mit Kinder, Jugend und Lehrbüchern (eine der wenigen im Land), die nun weiter ausgebaut wird. Mit den Kindern wird vermehrt gespielt, gemalt und gebastelt, um deren Kreativität zu fördern. Leider hat die Station noch kein eigenes Gebäude und musste aus den bisher angemieteten Räumen mehrfach umziehen. 2021 soll mit dem Bau eigener Gebäude begonnen werden. Hierzu fehlen noch erhebliche Mittel. Dafür hoffen wir auf zahlreiche Spender. Mit der Produktion der Bausteine wurde bereits im letzten Jahr begonnen. Junge Männer aus dem Dorf haben sich hierbei engagiert. Mittlerweile liegen erste Pläne und Kostenvoranschläge vor. Nicht nur die aktuelle Gesundheitskrise, sondern auch die freie Wirtschaft behindert eine rasche (wirtschaftliche) Entwicklung und das Entstehen von Arbeitsplätzen. Viele importierte Produkte und Lebensmittel (oft subventioniert) sind billiger zu kaufen, als sie im Land hergestellt werden könnten. So ist absehbar, daß unsere Unterstützung noch einige Zeit benötigt wird, auch wenn viele gerne aus Stolz darauf verzichten würden.